Rückschau -

auf die jeweils letzte Saison und Programmhöhepunkte.

Programm 2017

Bilder von den Proben Februar 2017

Was war, was ist und was sein wird

Bevor wir unsere Zeitmaschine zusammengebaut hatten (den Bauplan vom Original haben wir uns ausgeborgt und etwas abgewandelt), haben wir natürlich überlegt, wo wir "hinreisen" - oder besser gesagt - in welcher Zeit wir aussteigen sollten. Es gibt so viel seltsames in der Weltgeschichte was einen genaueren Blick wert gewesen wäre. Jedoch hatten wir nicht für alles genug Zeit...

So eine Zeitreise bringt natürlich auch gewisse Gefahren mit sich. Einmal in der Zeit falsch abgebogen und dann überfährt man vielleicht zufällig den Hund der Ur-Ur-Ur-Großmutter von Karl Stülpner. Die wiederum ist dann so traurig und bleibt am Abend eines Dorffestes daheim und lernt womöglich so nie ihren späteren Mann kennen, damit wird später auch nie der Karl geboren.

Echt jetzt?

 

Jede Reise durch die Zeit sollte also wie ein Besuch im Museum werden. Alles was man da zu sehen bekommt, ist nur zum Angucken und nicht zum Anfassen. Kaum zu glauben, dass sich einiges wirklich so zugetragen hat.

* Wer sieht sich nicht gern mal die alten Bilder aus fernen Kindertagen an. Man erkennt sich kaum wieder. Ganz im Gegensatz zu Elsel und Erwin. Die beiden waren schon als Kind unverkennbar musikalisch und rappten schon in Windeln über die Bühne.
* Auch im Rokoko und später in den 80er Jahren ging es mitunter ziemlich elegant-rasant zu. Was unsere Funken eindrucksvoll bewiesen hatten.
* Das zum Anbeginn der Zeit dem ersten (Blumen-) Mann die Flora wichtiger war als seine vorherbestimmte Frau, war ihr und dem Chef ziemlich suspekt.
* Von gesunder Ernährung hatten die Neandertaler noch nie gehört. Sie waren ständig auf der Suche nach etwas Essbarem. Hauptsache Fleisch. War ja auch kein Wunder bei diesem Sippenoberhaupt.
* Mit der geballten Faust winkend, stattete Erich Honecker dem Kulturhaus einen Kurzbesuch ab. Schwang unter großer Anteilnahme eine seiner berüchtigten Reden in bizarr-skurrilen Tonlagen und freute sich anschließend aufs üppige Essen. Dank der vergesslichen Küchengehilfin gab es am Ende aber wohl nur kalten Kartoffelsalat und Bockwurst.
* Auch in die Zukunft konnten wir dank der Zeitmaschine kurz schauen. Im Seniorenhaus hatte das resolut-dominante Pflegepersonal ihre liebe Not mit den zuweilen recht eigensinnigen Senioren.

Bleibt noch eine Frage zu klären, was wurde aus der Zeitmaschine? Zahlreiche Anfragen erreichten uns ihretwegen. Ob man diese mal ausborgen könnte und ob man dafür die Bahncard braucht (jemand wollte seine Frau austauschen). Nun, um es klarzustellen, wir haben die Zeitmaschine wieder demontiert, damit niemand Unfug anstellen kann, ja wirklich... Es geht das Gerücht um, dass sie auf einem LKW mit einer Kiste abtransportiert und an einen geheimen Ort gebracht wurde (wo sich angeblich auch das Schwert Excalibur und die Kugel aus dem 2016er Programm befinden). Das ist aber reine Spekulation.

Alles in allem war es ein wilder Ritt durch die Zeit mit einigen der gewagtesten Kostüme unserer Faschingsgeschichte - wer dabei war, weiß was gemeint ist. Apropos Kostüme, alle wichtigen (und von uns ausgelassenen) Zeitalter und Begebenheiten waren dennoch in beiden Veranstaltungen vertreten - dank des besten und kreativsten Publikums, das man haben kann.

Programm 2016

Bilder aus dem Programm 2016

Godd, shave the Queen...

Das Leben ist voller Missverständnisse (das weiß man nicht erst seit den 90ern). Auch Butler Godd hatte sich wohl gründlich verhört, als er den huldvollen Ausruf eines Marineoffiziers vernahm und daraufhin sofort sein Rasiermesser wetzte um dem Damenbart habhaft zu werden...

Der TDV startete schon 1974 den großen Programmzyklus (in Anlehnung an den göttlichen Karel) „Aaainmal uuum die gaaanze Whöld". Das Faschingsmotto damals hieß „Komm mit nach Mexiko“.
1977 war das Thema „Bayern“ dran, 1978 „Im Orient“, 1992 besuchten wir „Amerika“, im Jahr 2000 waren wir „Unterwegs Im Mittelmeer“, 2010 führte uns nach „Russland“, 2013 hieß es „Der TDV fährt Gen-Italien“, 2015 blieben wir im heimischen „Arzgebirg“ . Und nun, 2016, wollten wir mal nach Großbritannien. Nur hatte keiner von uns eine Ahnung, was da „drüben“ so alles abgeht. Wir haben aber zwei gute Freunde auf der Insel. Shirley und Watson. Denen haben wir dann einen Brief geschrieben, mit allerhand Fragen zu den englischen Gepflogenheiten.

Der Rest war dann Geschichte – oder besser gesagt, das Programm.
* Das Essen für Einen wurde von Erwin und Elsel serviert. Garniert mit den neuesten Meldungen aus Drebach und Umgebung.
* Wir durften durch die Palastfenster schauen und einen Blick auf die Königin und ihre Familie werfen (und ihrem schwerhörigen Diener Godd...).
* Herr Bohne zeigte uns wie die Briten ihr Essen unter freiem Himmel zubereiten.
* Den Flußtanz imitierte unser Männerballett mit einer - im wahrsten Sinne des Wortes - atemberaubenden Darbietung.
* Aus der oberen Etage kam kurz 008 angeflogen und gönnte sich einen gerührten Milchschütteltrunk.
* Gauner und Halunken, wie diese Bande um Robin Kapuze, versteckten sich im Wald. Sie wollten jede Kutsche ausrauben und sich anschließend noch liebevoll um die weiblichen Fahrgäste kümmern – sehr zur Freude einer älteren Dame, die in einer dieser Kutschen unterwegs war.
* Einige historische Fakten über die Briten erscheinen nach einer magischen Begegnung mit Arthur und Merlin in einem anderen Licht. Die beiden Herren waren mit Hilfe eines Zaubertranks in der Zeitgeschichte unterwegs. Sie suchten nach einer „Lösung“ für ein altbekanntes Problem und fanden sie dann schließlich in der Gegenwart.
* Nicht zu vergessen unsere Funken, sie sorgten mit aufwendigen und mitreißenden Choreografien für Kurzweil.
Zuguterletzt waren dann alle - im übertragenden Sinne - Reif für die Insel.

Wir danken wie immer allen Helfern, die im Hintergrund tätig waren und für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Insbesondere diesmal unseren Damen, die die passenden Kostüme für unsere Funken und die Queen entworfen und angefertigt haben. Natürlich geht auch ein Dank an unser fantastisches und überaus kreatives Publikum, welches uns seit Jahren die Treue hält.

Programm 2015

Bilder von den Proben Februar 2015

Momentan reden ja viele über Montan. Also über die Region. Genauer: über die Montanregion Erzgebirge. Die Industriekultur soll in ihrer Gesamtheit zum Weltkulturerbe erklärt werden. Als Bestandteil dieser Industriekultur, die das Erzgebirge kulturell und wirtschaftlich vorangebracht haben, zählen u.a. ausgewählte Bergbaugebiete. Leider müssen wir davon ausgehen, dass unser mühsam und unter großem Aufwand angelegter Stollen (Februar 2015 auf der Bühne) wohl kein Bestandteil der Montanregion werden wird. Zumal es hier nur eine kurzfristige und noch dazu nur eine „personelle“ Ausbeute gab... Nun gut, das Erzgebirge hat eine Menge zu bieten. Genau das wollten wir in unserem letzten Programm verdeutlichen. Wir sind umhergefahren, haben das eine oder andere Örtchen besucht, verschiedene Eigenheiten „aufs Korn“ genommen und voll die Volkskunst kunstvoll dem Volk gekunz- äh, gezeigt.

In der Vorbereitung war fast alles wie immer. Das Thema wurde festgelegt und verschiedene Personen kümmerten sich um die einzelnen Programminhalte. In den Proben kam dann alles zusammen und wurde dort optimiert. Traditionell bekommt bis kurz vor Veranstaltungsbeginn immer irgendetwas noch den letzte Schliff verpasst. Sei es ein Knopf der an einem Kostüm neu angenäht oder ein Teil der Requisite, der schnell umgestaltet werden muss. Auch kleinere Textänderungen gibt es manchmal bis kurz vor Beginn. Obwohl einige von uns schon seit Jahren dabei sind, steigt hinter den Kulissen jedes mal die Anspannung und der Stresspegel wenn noch etwas unerledigt ist. Wir sind immer froh, wenn es dann endlich losgeht und erleichtert, wenn alles gut „über die Bühne“ gegangen ist. Totzdem gibt es nach wie vor noch etwas zu verbessern, das haben wir erkannt. Wir blicken nun nach vorn und sind gespannt, was die nächste Saison bringen wird.

Programm 2014

Epilog 2014

Mit unserer Jahreshauptversammlung Anfang Mai haben wir die zurückliegende Saison abgeschlossen. Traditionell klären wir in dieser Zusammenkunft nicht nur vereinsinterne Fragen, sondern stellen im Optimalfall auch die Weichen für die neue Saison. Gemeinsam haben wir natürlich über die letzten Veranstaltungen diskutiert. Mit einem gewissen Abstand zu den Aufführungen kann man das Meiste recht objektiv beurteilen. Es ist schwierig, wenn man sich selbst vorher auferlegt hat, immer ein wenig besser zu werden als im letzten Jahr. Das ist positiver Stress der uns immer wieder aufs Neue motiviert, aber vielleicht nicht immer zu 100% umsetzbar ist. Sagen wir mal so, wir waren uns einig, wo wir noch „Reserven“ haben. Ein zahlreich erschienenes und gut gelauntes Publikum zählt bei uns maßgeblich zu einer gelungenen Veranstaltung. Wir haben das schon an anderer Stelle erwähnt und wiederholen das gesagte hier gerne noch einmal: Eure Kostüme waren der absolute Wahnsinn! Wir waren von eurem Einfallsreichtum regelrecht platt. Ihr müsst ja Stunden – manche sogar Tage – mit dem entwerfen der Kostüme zugebracht haben. Auch an der Partystimmung gab es nichts auszusetzen. Ihr wart einfach Spitze!

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